Über uns

Hier bei uns leben wir das Gefühl des Landgeschmacks. Es versteckt sich hinter jedem alten Mauerwerk, findet sich im Summen der Bienen wieder und steht natürlich mit vier Beinen auf der Weide.

Zwei Köpfe – eine Idee

Auf unserem Betriebsanwesen in der Prignitz betreiben wir schon seit 1953 Ackerbau und Viehzucht. Zu Ostzeiten wirtschafteten wir gemeinsam mit 70 weiteren Beschäftigten und 100 Mitgliedern im Rahmen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Görike. Im Jahre 1990 organisierten wir uns als Genossenschaft um und stellten somit neue Weichen für eine innovative, ökologische und nachhaltige Landwirtschaft mit Tradition.

Unsere Familie stellt bereits seit vielen Jahren selbst hochqualitative und leckere Fleischprodukte her. Daher finden Wurst oder Fleisch aus dem „Supermarkt“ nur noch selten den Weg aufs Brot. Nach und nach reifte somit die Idee, auch Ihnen ein Stück Landgeschmack anzubieten: regionale Fleischprodukte aus eigener Erzeugung. Wir steigen in die Direktvermarktung ein!

Dr. Katja Leppin als Tierärztin und Kerstin Leppin als Ökonomin erweiterten den Tierbestand um einige alte Landrassen. Sie leiten die gezielte Vermarktung unserer exquisiten Fleischprodukte. Besonders wichtig ist uns hierbei die ganzheitliche Verarbeitung und Verwertung des einzelnen Tieres. Deshalb bieten wir überwiegend Fleischpakete an. Jedes dieser Pakete setzt den Schwerpunkt der Zubereitungsart anders – Ofen, Pfanne, Grill oder Topf. Ganz nach Ihrem Geschmack.

Das Landgeschmack-Versprechen

Nachhaltig produzierte Lebensmittel nehmen in unserer globalisierten Welt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Insbesondere die Lebensmittelkette von der Weide bis auf Ihren Teller sollte nachvollziehbar sein. Unser landwirtschaftlicher Betrieb macht es sich zur Aufgabe, diesem Versprechen so gut wie möglich gerecht zu werden und auch Ihnen die Möglichkeit zu geben, hochwertiges Fleisch in die eigene, gesunde Ernährung mit einzubeziehen. Dabei teilen auch wir die Auffassung vieler anderer: Weniger is(s)t mehr! Es muss nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch oder Wurst gereicht werden, aber wenn, dann etwas richtig Gutes, von dem Sie dann auch wissen, von welchem Tier es stammt.

Wir garantieren Ihnen Produkte, die von Tieren stammen, welche artgerecht und stressfrei im eigenen tierspezifischen Verband gehalten werden. Auf unseren Viehweiden können sich Rinder, Schafe und Schweine ausleben, natürlich aufwachsen und ohne Futtermittelzusatzstoffe oder der Gabe präventiver Antibiotika langsam zu stattlichen Tieren heranwachsen.

Nose to tail – von der Nase bis zum Schwanz

Landgeschmack bedeutet auch, dass unsere wertvollen Tiere nicht nur wegen der „besten“ Stücke geschlachtet werden. Und seien wir doch mal ehrlich: Es gibt eine unzählige Liste verschiedenster, außergewöhnlicher Einzelstücke – mit der entsprechenden Zubereitung wird ein jedes zu einem wahren Gourmetgericht.

Es geht also nicht darum zu beurteilen, welches Fleisch ist das bessere oder wenig bessere, sondern es gilt zu verstehen, wie ist die Fleischbeschaffenheit und was macht gerade dieses Stück so irrsinnig gut. Stellen auch Sie sich mit Genuss der Herausforderung, jegliches Fleisch zuzubereiten und aus allen Einzelstücken den Landgeschmack zu erfahren.


Aus aktuellem Anlass

Dr. Katja Leppin

Frau Doktor ist jetzt auch Königin
Prignitzer Tierärztin zur Brandenburger Erntekönigin gewählt

Teltow, 10.09.2018. Die Prignitzer Tierärztin Dr. Katja Leppin wurde im Rahmen des 15. Dorf- und Erntefestes in Neuzelle zur Brandenburger Erntekönigin gewählt. Sie setzte sich gegen zwei Kandidatinnen durch. Zuvor überzeugte Sie bei einem Wissenstest.Dr. Katja Leppin im Interview mit LBV-Pressesprecher Dr. Tino Erstling

Artikel auf www.lbv-brandenburg.de lesen!

Sie wurden am Samstag zur Brandenburger Erntekönigin gewählt. Wie fühlt sich das an?

Es ist ein schönes Gefühl und die Wahl an sich war ein sehr emotionaler Moment. Auch die große Bühne und die vielen Gäste auf dem Dorf- und Erntefest waren beeindruckend. Was mich sehr freut, ist das Vertrauen, dass mir die Jury und die Brandenburger Landwirte entgegenbringen.

Wie kam es zu Ihrer Kandidatur?

Die hat meine Mutter angestoßen, in dem sie eine hinreißende Bewerbung an den Landesbauernverband schickte. Als ich kurz darauf die Email las, kamen mir fast die Tränen, so sympathisch hat sie mich beschrieben. Danach nahm der LBV Kontakt zu mir auf und fragte nach meiner Bereitschaft. Ich musste nicht lange überzeugt werden…

Auf welche Weise sind Sie mit der Brandenburger Landwirtschaft verbunden?

Ich bin quasi in der Agrargenossenschaft Görike-Schönhagen eG aufgewachsen. Früher war mein Opa dort Chef, heute mein Vater. Ich wurde in die Landwirtschaft hineingeboren und frühzeitig in die betrieblichen Abläufe mit eingebunden. Insbesondere die Tierhaltung liegt mir am Herzen.

Was ist Ihr beruflicher Hintergrund?

Ich habe in Berlin Tiermedizin studiert und später in Rostock meine Promotion zum Thema „Diabetes“ abgeschlossen. Inzwischen bin ich in der Tierklinik Pritzwalk angestellt und in unsere Agrargenossenschaft eingestiegen. Dort starten wir jetzt mit der Direktvermarktung regionaler Fleischprodukte von Angus-Rindern, Kamerunschafen und Duroc-Schweinen. Das ganze firmiert unter dem Titel „Landgeschmack“.

Und dann auch noch Erntekönigin… Was ist ihre Motivation?

Ich bin auch noch zweifacher Mutter… Mir ist es sehr wichtig, mich für die Brandenburger Landwirtschaft zu engagieren. Ich möchte mit dafür sorgen, die positiven Leistungen der Bauern für die Gesellschaft stärker in den Vordergrund zu rücken. Außerdem liegt es mir am Herzen, die Lebendigkeit des Dorflebens und der ländlichen Räume insgesamt zu thematisieren.

Was gefällt Ihnen an der modernen Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren immens weiterentwickelt. Wir verwenden heute hochmoderne Technik. Die Digitalisierung verändert Vieles. Dieser Umstand trägt mit dazu bei, dass die Landwirtschaft wieder attraktiver für junge Menschen wird. Ich mache derzeit den Traktorführerschein – eine großartiges Gefährt, so ein Traktor. Moderne Landwirtschaft hat heute viel mit Wissenschaft zu tun. Das Bild vom trottligen Landwirt gehört schon lange der Vergangenheit an, auch weil mittlerweile fast alles wissenschaftsbasiert abläuft.

Welche Termine stehen demnächst an?

Das wird sich die nächsten Wochen ergeben. Ich freue mich schon jetzt auf die Grüne Woche und die BraLa.